Wolfgang Kaeß im Gespräch

26 Jahre lang alles gemanagt

Der Besuch im Kraftwerk Zschornewitz weckt beim Kraftwerkssenior Wolfgang Kaeß immer Emotionen. Bei der zweiten Veranstaltung des Carbon Cycle Culture Club (C4) am 16. Dezember 2021 steht der 77-Jährige ehemalige Schaltmeister in der Schaltwarte, seiner einstigen Wirkungsstätte.

26 Jahre lang hat er hier „alles gemanagt“, wie er sagt und Mitte der 90er Jahre die letzte Anlage, Maschine Nummer 9, außer Betrieb genommen. Die Schaltwarte präsentiert sich wie im Dornröschenschlaf. Alle Hebel, Knöpfe und Schalter sind vorhanden und scheinen nur darauf zu warten, wieder bedient zu werden.

„Es war ein spannender und interessanter Auftrag.“

Als wäre es gestern gewesen, erinnert sich Kaeß an einen Blitzeinschlag in eine 110 Kilovolt Leitung an Pfingsten während seiner Berufstätigkeit als Schaltmeister. Der Einschlag hat zur Abschaltung des gesamten Kraftwerks geführt. „Was da für ein Aufwand nötig war, um das Kraftwerk wieder hochzufahren“, sagt er.

„Es war ein spannender und interessanter Auftrag.“ Wolfgang Kaeß blickt nicht nur zurück, sondern fragt sich auch wie Elektroenergie in ausreichendem Maß gewonnen werden kann, um den steigenden Bedarf zu decken.

Autorin: Simone Everts-Lang